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28. September 2007

Das Caroline-Urteil setzt sich durch

Der BGH folgt dem EGMR

Von Udo Branahl

In seinem „Caroline“-Urteil hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) vor drei Jahren entschieden, die deutsche Rechtsprechung schütze das Privatleben von Prominenten nicht ausreichend. Dabei ging es um die Frage, ob die Medien Fotos verbreiten dürfen, die Prominente bei privaten Beschäftigungen in der Öffentlichkeit zeigen, etwa beim Stadtbummel, Skifahren oder Einkaufen.

15. April 2007

Reformiert das Pressekartellrecht!

Die rot-grünen Novellierungspläne waren besser als ihr Ruf

Von Frank Lobigs

Foto: BundeskartellamtDie Finanzierungsquellen der Tageszeitungen erodieren. Durch gemäßigte Lockerungen des Pressekartellrechts könnte man dem publizistisch unersetzlichen Zeitungsjournalismus in schlechteren Zeiten den Rücken stärken. Die gescheiterten Reformpläne der rot-grünen Schröder-Regierung waren darum besser als ihr Ruf. Die Große Koalition sollte auf diesen Plänen aufbauen.

15. Oktober 2004

Rätsel und Gewinnspiele verlängern die Werbezeiten

Zur Refinanzierung teurer Rechte

Von Thorsten Schauerte

Foto: Wilfried Witters/Sat.1Aufgrund der strukturellen Veränderungen des Mediensystems und der gestiegenen wirtschaftlichen Bedeutung des gesamten Sportsektors haben sich die Erscheinungsformen des Sportjournalismus und die Anforderungen an ihn in den letzten Jahren gewandelt. In der mittlerweile fast ausschließlich ökonomisierten Medienlandschaft und in der zunehmend mediatisierten Sportlandschaft ist eine Symbiose aus Medien, Sport und werbetreibender Wirtschaft entstanden, deren gemeinsame Handlungsintention auf eine breite Publizität ihrer selbst zielt. Dadurch hat die Sportberichterstattung, wie kaum ein anderes Genre, in ihrer Leistungserbringung einen Spagat zwischen publizistischem Auftrag und wirtschaftlichen Interessen zu bewältigen.

15. April 2003

Personalisierung und Skandalisierung

Wirtschaft: Vom Nutzen der Politikberichterstattung

Von Jürgen Heinrich

Triebfeder des menschlichen Handelns ist der persönliche Nutzen des Einzelnen – das ist jedenfalls die Grundüberzeugung der Ökonomie. Entsprechend ist auch die Rezeption der von den Massenmedien verbreiteten Informationen nutzengeleitet: Der persönliche Nutzen der Rezeption ist der individuelle Informations- und/oder Unterhaltungsnutzen, etwa der Nutzwert von Verbraucherinformationen in der Wirtschaftsberichterstattung oder der Nutzwert der Unterhaltung durch die Berichterstattung über die Kanzlergattin in der Boulevardpresse. Was aber ist der Nutzen der Politikberichterstattung?

15. April 2003

UngeRECHT: „Ich will auch ins Fernsehen!“

Medienrecht: Haben Politiker Anspruch auf Medienpräsenz?

Von Udo Branahl

Vor der Bundestagswahl im September 2002 veranstalteten die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender eine gemeinsame Sendung, die als „TV-Duell“ zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seinem Herausforderer, dem bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, in die Fernsehgeschichte eingegangen ist. Die Freie Demokratische Partei Deutschlands (FDP), die ihren Vorsitzenden zum Kanzlerkandidaten ausgerufen hatte, forderte von ARD und ZDF, diesen ebenfalls in die Sendung einzuladen. Nachdem die Anstalten dies verweigert hatten, bemühte sich die FDP, ihre Forderung gerichtlich durchzusetzen.

15. April 2003

Im Vorraum zur Macht

Lexikon: Lobbyismus als demokratisches Instrument

Von Jens Fischer

Das Wort Lobby leitet sich im Stamm vom lateinischen labium ab und bedeutet ursprünglich Vor- oder Wartehalle. Politikwissenschaftlich interessanter ist die begriffliche Anknüpfung an das englische Wort lobby, womit die Wandelhallen im britischen und us-amerikanischen Parlament bezeichnet werden. Aus der zweiten begrifflichen Anbindung ergibt sich eine metaphorische Qualität von Lobbyismus, die sich als politische Tätigkeit im Vorfeld der eigentlichen Sphäre der politischen Entscheidungsfindung charakterisieren lässt.