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Journalismus in Deutschland

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29. März 2011

Kooperation kann sich auszahlen

Auswirkungen des gemeinsamen Newsdesks auf Qualität und Vielfalt in der Mantelberichterstattung von WAZ, NRZ und WR

Von Lars Rinsdorf

Große Verlagsgruppen wie der Axel-Springer-Verlag oder die Mediengruppe DuMont Schauberg verzahnen in jüngster Zeit die bisher eigenständigen Redaktionen ihrer Zeitungstitel enger miteinander. Auch die WAZ-Gruppe hat 2009 für ihre Ruhrgebietstitel NRZ, WAZ und „Westfälische Rundschau“ (WR) einen gemeinsamen Newsdesk (Contentdesk) für die Mantelberichterstattung eingerichtet. Die Kooperation zwischen Redaktionen hat sich also längst zu einem Trend entwickelt. Damit gewinnt auch die Frage an Bedeutung, wie sich redaktionelle Kooperationen auf die Produktqualität der beteiligten Titel auswirken.

8. April 2010

Das Publikum im Blick

Die veränderte Publikumsorientierung des Journalismus seit 1990

Von Bernd Blöbaum, Sophie Bonk, Anne Karthaus & Annika Kutscha

Sind Journalisten einer „Diktatur des Pub­likums“ ausgesetzt, wie Michael Meyen und Claudia Riesmeyer (2009) plakativ melden? Diese steile These ist ein Ausgangspunkt für die folgende Betrachtung des Verhältnisses zwischen Journalisten und Publikum. Gefragt wird nach dem Stellenwert der Publikumsorientierung im Informationsjournalismus in Deutschland seit 1990. Ausgehend von einem Journalismusverständnis, das neben den in der Forschung vornehmlich fokussierten Rollenträgern, den Journalisten, auch die journalistische Organisation (z. B. Redaktionen) und die journalistischen Programme (z. B. die Formen und Inhalte der Berichterstattung) betrachtet, wird das Publikum als Bestandteil des Journalismus aufgefasst, das als interne Umwelt (und nicht als externe Anspruchsgruppe) auftritt.

8. April 2010

Es muss auch halten

Analoge oder digitale Zeitungssammlung?

Von Harald Bader

Der Einsturz des Kölner Stadtarchivs am 3. März 2009 hat die Frage nach Überlieferungssicherheit von und Zugang zu historischen Texten einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein gebracht. Dabei wird die Debatte, wie wir mit schriftlicher Überlieferung umgehen, anders geführt als beim Brand der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar 2004. Ging es damals um Wiederbeschaffung oder Restaurierung der originalen Bände, sprechen sich Wissenschaftler im Kölner Fall dafür aus, die Sammlung vor Ort durch weltweiten Zugriff über das Internet zu ergänzen. Unter Nutzungsbedingungen ist das zu begrüßen: Viele Archivare erwarten persönlichen Besuch in ihrer Einrichtung und scheuen sich bislang, Bestände für Reproduktionen herauszugeben, gleich, ob digital oder analog.

8. Oktober 2009

Olympische Spiele und Fernsehen

Programmgestalter im Netz olympischer Abhängigkeiten

Von Michael Steinbrecher

Sportereignisse sind zu einer wichtigen Ware im Konkurrenzkampf der Fernsehsender geworden. Alle zwei Jahre verdrängt die olympische Sportberichterstattung für gut zwei Wochen nahezu sämtliche anderen Fernseh-Genres aus den Programmen von ARD und ZDF. Olympische Spiele sind ein Mikrokosmos, in dem die Faszination und die Probleme des Sports im weltweiten Fokus sichtbar werden. Vor den Olympischen Spielen in Peking 2008 wurde unter anderem über die Gefahr der politischen Instrumentalisierung, das Ausmaß der Kommerzialisierung und die Bedrohung des Sports durch Doping diskutiert. Diese thematische Bündelung stellt für den Journalismus eine besondere Herausforderung dar.

8. Oktober 2009

Bundestagswahlkampf oder Bratwurst am Baggerloch?

Qualität im lokalen Zeitungsjournalismus

Von Holger Handstein

So unterschiedlich können die Schwerpunkte der Berichterstattung sein: „Bald wird es besser“ titelt die FAZ auf der Seite 3 ihrer Ausgabe vom 8. August dieses Jahres – und meint damit Frank-Walter Steinmeiers Wahlkampf. Gleicher Tag, gleiche Seite, aber eine andere Zeitung: Die WAZ setzt einen etwas anderen Schwerpunkt: „Bratwurst am Baggerloch“. Es geht um die Bade- und Grill-Aktivitäten der Bewohner des Ruhrgebiets. Dass die FAZ und WAZ sich durch mehr als einen einzelnen Buchstaben unterscheiden, ist offensichtlich. Aber welcher Beitrag hat die höhere Qualität?

8. Oktober 2009

Erzähl mir die Geschichte

Merkmale und Funktion der Reportage in Printmedien

Von Katharina Beckmann

Im Jahr 1979 erscheint in Deutschland ein Taschenbuch mit dem Titel: „Der rasende Reporter“. Die daumendicke Kladde erzählt von den Abenteuern eines Lokaljournalisten, der die finsteren Machenschaften einiger Gestalten ans Licht bringen will. Gehüllt in einen Trenchcoat mit Klappkragen und mit gespitztem Bleistift in der Hand, streift er um die Häuser – um dabei zu sein, wenn diese Gestalten ihre Geschäfte abwickeln. Und um darüber zu schreiben. Die Hauptfigur in Band 63 aus der Reihe „Walt Disney’s Lustige Taschenbücher“ erledigt ihre Aufgabe offenbar hervorragend. Gleich nach Erscheinen seines ersten Artikels wird Micky Maus vom Chefredakteur des „Entenhausener Boten“ mit folgenden Worten empfangen: „Gute Arbeit, Herr Maus! Ich biete Ihnen den Posten des Chefreporters an! Einverstanden?“

31. März 2009

„So wörtlich wie möglich, so frei wie nötig“

Zum Umgang mit fremdsprachigen O-Tönen im Radio

Von Robert Rymes

Der fremdsprachige O-Ton fris­tet in Hörfunksendungen meis­tens ein Dasein im Schatten der deutschen Übersetzung. In der aktuellen Berichterstattung erfüllt er in der Regel nur eine Belegfunktion und auch in vielen Features dominiert die unsensible Montagetechnik des Voice-Overs. Hierbei liegt die Übersetzung über dem heruntergepegelten O-Ton und „quatscht“ ihn zu. Doch im Feature, das Themen „zum Klingen“ bringen soll, erscheint es angebracht, die nicht-sprachlichen Informationen, den klanglichen und emotionalen Aspekt der Stimme, aber auch den musikalischen Reiz einer unbekannten Sprache zur Geltung kommen lassen. Man könnte vermuten: Gerade weil der Hörer auf die unverständlichen sprachlichen Informationen nicht achten muss, kann er seine Aufmerksamkeit voll und ganz auf die sprecherischen Aspekte richten.

31. März 2009

Zwischen Konvergenz und Kernkompetenz

Dortmunder Newsdesk-Konzept setzt neue Maßstäbe

Von Vanessa Giese & Michael Schulte

Die Zukunft des Journalismus ist crossmedial: Das Dortmunder Institut für Journalistik (IfJ) entwickelt den ersten Newsdesk, der die Medienkanäle Online, Print, Radio und Fernsehen bespielt. Das Crossmedia-Konzept setzt neue Maßstäbe in der akademischen Journalistenausbildung.

9. Oktober 2008

Der Mythos der Amerikanisierung

Neue Studie zur Wahlkampfberichterstattung

Von Frank Siebel

Der Bundestagswahlkampf 2009 wirft seine Schatten voraus. Und so sicher wie der politische Streit am Wahlabend wird wieder ein Schlagwort durch die Medien geistern: Amerikanisierung. Schon seit über 50 Jahren sind es nicht zuletzt die großen (Qualitäts-)Zeitungen, die mit negativem Zungenschlag im deutschen Wahlkampf immer stärker eine (billige) Kopie des angeblich inhaltsarmen US-Wahlkampfs sehen. Ihre bisher letzten Höhepunkte erreichte die „Amerikanisierungsdebatte“ 1998 und 2002. Angestachelt vom scheinbar innovativen SPD-Wahlkampf inklusive sagenumwobener Hexenmeister der Kommunikationsmagie („Spin Doctors“) sowie den erstmals ausgetragenen TV-Duellen sahen die Medien, aber auch Teile der Wissenschaft eine neue Zeit angebrochen. Gerhard Schröders Äußerung, er brauche zum Regieren nur „Glotze, Bild und Bild am Sonntag“, schien die neuen Realitäten auf den Punkt zu bringen. Demnach bestimmt fast alleinig das Fernsehen mit seinen unzähligen Programmen als Leitmedium aufgrund der großen Reichweite die mediale politische Kommunikation auch im Wahlkampf.

9. Oktober 2008

Renaissance der Gegenöffentlichkeit?

Potenziale des partizipativen Internet-Journalismus

Von Sven Engesser & Jeffrey Wimmer

Gerade unter dem Eindruck der raschen gesellschaftlichen Aneignung neuer Medien wird vielfach eine Renaissance der Gegenöffentlichkeit und eine digitale Fortführung alternativer Kommunikation postuliert (vgl. Wimmer 2007). Neben den unzähligen Diskussionsforen, virtuellen Archiven, Mailinglisten etc. bietet aktuell insbesondere der partizipative Journalismus im Internet anscheinend eine Plattform grenzenloser Meinungsäußerung. Trotz reger Forschung liegen allerdings so gut wie keine empirischen Befunde darüber vor, in welchem Ausmaß sich hier gegenöffentliche Foren konstituieren können.

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