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15. April 2005

Russlands erste Zeitung per Gesetz gegründet

Propaganda für den Zaren

Von Alexandr Iwanowitsch Stanko

Die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedürfnisse Russlands des 18. Jahrhunderts waren die Voraussetzung für die Entstehung der ersten Zeitung „Wedomosti“ (1702-1727). Diese Zeitung hat über die widersprüchliche Epoche des Zaren Peter der Große berichtet. Einerseits wurde sie zu einem wichtigen Element der Nationalkultur: Sie trug zur Demokratisierung der Sprache und der Aufklärung der Menschen bei. Andererseits diente sie der Propaganda der Innen- und Außenpolitik der Regierung und übte Einfluss auf die Leser im Sinne der Monarchie aus.

15. April 2005

Die Maternpresse im Zeitungsgewerbe

In Pappe gepresst: Propaganda für die Dörfer?

Von Simone Szydlak

Foto: Stefan SchwenkeDer Begriff des „Maternsystems“ wurde nach 1945 zum Synonym für die Beeinflussbarkeit der Presse in der Weimarer Republik durch politisch gelenkte Materndienste, wie sie beispielsweise von Alfred Hugenberg angeboten wurden. Dem Teil der deutschen Presse, der Materndienste bezogen und so der nationalsozialistischen Progaganda – bewusst oder unbewusst – bis in die kleinsten Dörfer Vorschub geleistet hatte, warfen die Alliierten eine besondere Mitschuld am Untergang der Weimarer Republik vor. Der Zeitungsmarkt, wie man ihn heute in Westdeutschland vorfindet, vor allem die Verbreitung von großen Regionalzeitungen, ist zum Teil auf diese Ächtung der Maternpresse nach dem Zweiten Weltkrieg zurückzuführen.

15. April 2005

Polens Presse galt als Synonym für die Nation

Zeitungen als Hüter von Sprache und Kultur

Von Katharina Hadamik

Ein modernes Layout, Vierfarbdruck und gute Papierqualität – das Image der hässlichen, bleiwüstenartigen Entlein aus der Ära der Volksrepublik haben polnische Zeitungen längst abgeschüttelt. Viele Texte sind kürzer als in der Vergangenheit, aktueller, ereignisbezogener und orientieren sich mehr an den Erwartungen der Leser. Einige Besonderheiten, deren historische Wurzeln weit zurückreichen, sind dennoch nicht verloren gegangen.

15. Oktober 2004

Floskeln, Wortballons und Sensationsmache

Sportreporter kämpfen mit Vorurteilen der Kollegen

Von Marlene Stube

Foto: Stefan SchwenkeSchon Mitte der 1970er Jahre stellte der heutige Journalistik-Professor Siegfried Weischenberg fest, dass Sportjournalisten im Allgemeinen in der Gesamtredaktion nicht ernst genommen werden und auch bei den Rezipienten ein schlechtes Ansehen besitzen. Befragungen zufolge sehen sich die Sportjournalisten den Vorurteilen der Kollegen ausgesetzt und fühlen sich als Außenseiter des Berufs. Ein Grund dafür ist, dass Journalisten immer mit einer Vorgeschichte in eine Redaktion einsteigen. Im Sportressort liegt die formale Ausbildungsqualität zwar über der im Ressort Lokales, zum Teil aber deutlich unter der in anderen Mantelressorts. Während etwa 38 Prozent der Sportjournalisten ausschließlich ein Volontariat absolviert haben, sind das in der Gruppe aller Journalisten nur etwa 20 Prozent. Von der Gesamtheit aller Journalisten haben ferner etwa 41 Prozent Studium und Volontariat abgeschlossen, im Sportressort sind das rund acht Prozent weniger.

15. Oktober 2004

Tränen, Schweiß und Jubel: Ein Bild von einem Athleten

Wie in der Sportfotografie Helden inszeniert werden

Von Christoph Bertling

Sportbilder sind wenig erforscht und doch überall präsent. Ohne sie wäre der Sport in den Massenmedien nicht denkbar und doch scheint ihr Schicksal wie das der Kommunikation: Sie sind einfach da, alltäglich und damit leicht zu unterschätzen.

15. Oktober 2004

Lockruf der Glamour-Welt: Nackte Haut als Türöffner

Gesicht und Körper gehören zur Vermarktungsstrategie

Von Ulrike Spitz

Foto: Stefan SchwenkeNatürlich war es ein gefundenes Fressen. „Unser Superweib“ titelte die Bildzeitung, nachdem die 42 Jahre alte Birgit Fischer, Mutter von zwei fast erwachsenen Kindern, in Athen ihre insgesamt achte Goldmedaille seit ihren ersten Olympischen Spielen 1980 im Kanufahren gewonnen hatte.

Wobei die Schlagzeile der Boulevardzeitung, wie vorangegangene Texte über die „Gold-Mama“ und „Olympia-Königin“ auch, durchaus Respekt und Anerkennung der sportlichen Leistung Fischers durchblicken ließ. Das ist vielleicht die gravierendste Veränderung, die die Darstellung von Sportlerinnen in der Öffentlichkeit in den vergangenen Jahren durchlaufen hat: Es ist nicht mehr allein die äußere Erscheinung, die wahrgenommen wird und berichtenswert erscheint, sondern tatsächlich auch die Leistung. Mit Betonung auf auch. Denn natürlich werden sporttreibende Frauen in vielen Medien, vor allem dem Boulevard, noch immer stärker als ihre männlichen Kollegen über den Körper definiert.

15. Oktober 2004

Der Mediensport und seine ästhetischen Vorstellungen

Sind die Paralympics ohne Erotik unverkäuflich?

Von Thomas Schierl

Foto: Stefan SchwenkeIn der Sportberichterstattung finden die Paralympics im Gegensatz zu den Olympischen Spielen nur wenig Beachtung. Dies ist vor allem in den Printmedien zu beobachten.

Die Berichterstattung über die Weltspiele der Behinderten unterscheidet sich aber nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ von der Berichterstattung über andere internationale Sportereignisse. Doch was für Gründe lassen sich für das weitestgehende mediale Desinteresse an den Behindertenspielen anführen? Gibt es generelle Tendenzen in der Sportberichterstattung, die Randsportarten sowie Paralympics nicht mehr als wertvolles Informations- bzw. Unterhaltungsgut gelten lassen und somit auch dementsprechend von Redaktionen nicht weiter vermittelt werden?

15. April 2004

Zwischen Propaganda und Wirklichkeit

Historische Medizinfilme des Dritten Reiches

Von Heidrun Riehl-Halen

Ob TV-Serien wie „Holokaust“, Dokumenta-tionen über „Ärzte unterm Hakenkreuz“ oder aktuelle Berichte zum Jahrestag des „D-Day“ – fast täglich befassen sich Fernseh-sendungen mit dem Dritten Reich. Dabei wird der Zuschauer oft mit historischen Filmaufnahmen konfrontiert. Doch wie wirk-lich ist die Wirklichkeit in diesen Zeitdoku-menten des Nationalsozialismus? Was ist wahr und was bewusst inszeniert?

15. April 2004

Käselöcher und Solarenergie

Den Maus-Machern ist kein Thema zu kompliziert

Von Mirjam Stöckel und Jürgen Stricker

Foto: Jürgen StrickerEs ist schon eigenartig mit der „Sendung mit der Maus“: Sie gilt als vorbildlicher Wissenschaftsjournalismus für Kinder. Und dabei ist ihren Machern in erster Linie doch was ganz anderes wichtig: „Wir machen Unterhaltung“, sagt Redakteur Joachim Lachmuth, beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) für die Sach-Beiträge in der Magazinsendung verantwortlich. „Wir versuchen, dabei etwas rüberzubringen – aber eben auf spielerische, unterhaltsame Weise. Es heißt nicht ohne Grund Sach-Geschichte.“ Bei der Maus-eigenen Art, Geschichten zu erzählen, passiert Wissenschaftsjournalismus oft von allein – ganz unabsichtlich, sozusagen.

15. April 2003

Völlig losgelöst vom Raumschiff Bonn

Veränderte Berichterstattung in der „Berliner Republik“

Von Rainer Jung

Es waren ungewohnte Töne, die kurz nach dem Umzug von politischer Elite und medialem Tross aus der neuen Hauptstadt Berlin drangen. Politiker, und zwar nicht nur Angehörige der wegen ihres Finanzskandals hart bedrängten CDU, schimpften über bis dato unbekannten „Meutejournalismus“, Indiskretionen und Sensationshascherei. Journalisten beklagten ihrerseits Gedrängel und Konkurrenzdruck, vor allem aber die Verschlossenheit der sonst so inszenierungswilligen Politiker.

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