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9. Oktober 2008

„Keine Schnecke, sondern die Maus“

Zwei Jahrzehnte europäische Journalistik

Von Gerd G. Kopper

Jemand, der nicht unmittelbar beteiligt war, wird aus heutiger Sicht die Aufbruchstimmung nicht nachvollziehen können, die mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Fall von Mauer und Stacheldraht zwischen 1989 und 1991 den Journalismus im gesamten Europa durchzog. Ein Europa gemeinsamer Perspektiven, Ziele und Interessen schien zum Greifen nah. Es musste nur noch ins Leben gerufen werden.

9. Oktober 2008

Segmentierte Transnationalisierung

Forschungsprojekt zum Wandel der EU-Öffentlichkeit

Von Andreas Hepp, Michael Brüggemann, Katharina Kleinen-von Königslöw, Swantje Lingenberg & Johanna Möller

Gibt es so etwas wie eine europäische Öffentlichkeit? Und wenn ja, wie ist diese gestaltet? Diese beiden Fragen beschäftigen seit längerem die Forschung im Bereich der politischen Kommunikation mit durchaus normativen Erwägungen. So wird in verschiedenen Demokratietheorien die (massen)­medial vermittelte „Öffentlichkeit“ als zentral angesehen für das Funktionieren von Staaten bzw. die Legitimation von Regierungen. Die Folgerung ist, dass mit dem politischen und wirtschaftlichen Relevanzgewinn der EU auch die Notwendigkeit einer entsprechenden europäischen Öffentlichkeit besteht.

9. Oktober 2008

Alles geht. Oder?

Tabus im europäischen Journalismus

Von Andrea Czepek

Auf den Titelseiten prangen nackte Frauen, im Innern der Boulevardpresse und (nicht nur) der bunten Zeitschriften wird das Privatleben der Politiker minutiös beleuchtet, wir lesen die SMS des finnischen Außenministers an eine Prostituierte mit oder schauen einem deutschen Minis­ter beim Planschen im Pool mit der Geliebten zu. Ungezügelter Sex, rohe Gewalt und aufgeschlitzte Körper beleben jede durchschnittliche Arztserie. Wenn man da noch auffallen will, muss man schon ein Buch über weibliche Körperöffnungen schreiben (als Frau). Grenzen scheint es nicht zu geben in europäischen Medien, alles geht, je härter, desto besser, kein Thema zu intim, um nicht in die Öffentlichkeit gezerrt zu werden. Immer wieder herbeigeredet, oft beklagt: die tabulose Gesellschaft, in der jedes Thema angefasst werden darf, kein Verhalten mehr obszön, unberührbar erscheint.

9. Oktober 2008

Braucht Europa einen Presserat?

Optionen einer supranationalen Selbstkontrolle

Von Horst Pöttker

Unter den nationalen Presseräten herrschte bisher die Meinung, ein europäischer Presserat sei überflüssig, weil sich alle berufsethischen Fragen des Journalismus genauso gut auf Länderebene regeln ließen. Im Gegensatz soll dazu hier die Position begründet werden, dass die europäische Integration eine supranationale Instanz erfordert, die sich jenseits nationaler Institutionen damit befasst, was Journalist(inn)en in Europa tun und lassen sollen.

9. Oktober 2008

Dschungel wäre keine schlechte Bezeichnung

Erfahrungen eines Brüssel-Korrespondenten

Von Michael Grytz

REACH. Noch so eine Abkürzung. Genauer: Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Dezember 2006 zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH)… Der Titel ist deutlich länger, seine Geschichte auch, sein Inhalt erst recht. Die Chemiegesetzgebung. Beim Blick in die Verordnungsbestimmungen zieht sich dem Leser der Magen zusammen, kein Thema, das irgend einen hinter dem Ofen hervor lockt – und das obwohl es sich um eines der größten Projekte in der Geschichte der EU handelt. Industrie, Verbände, Europapolitiker und Mitgliedsländer beschäftigt es dagegen umso mehr, es brachte sie auf die Barrikaden. Es geht um etwas. Um Millionen von Arbeitsplätzen, um den Industriestandort Deutschland, um europäische Wettbewerbsfähigkeit, aber auch um die Gesundheit von Millionen Verbrauchern. Jetzt, 2008, müssen die Unternehmen erstmals handeln und ihre chemischen Stoffe registrieren. Das Ergebnis eines jahrelangen Tauziehens, das mit einem Vorschlag der damaligen Umweltkommissarin Margot Wallström begann.

9. Oktober 2008

Die große Unbekannte

Journalisten wissen nur wenig über die EU

Von Julia Lönnendonker

Die Ablehnung der EU-Verfassung in einem Referendum in Irland gibt einer Klage neue Nahrung, die seit Jahren immer wieder zu hören ist: Die Bürger seien nur mangelhaft über die Europäische Union informiert, die Berichterstattung sei zu negativ und unzureichend. Wie soll sich, so der Vorwurf, eine europäische Diskus­sionssphäre oder gar Öffentlichkeit bilden, wenn die Medien kein geeignetes Forum bieten?

10. April 2008

Zeitungssterben in NRW?

„Besser wird es nicht“ — so lautet das ernüchternde Fazit von Frank Biermann in seinem Beitrag über den Zeitungsmarkt in Nordrhein-Westfalen, erschienen in der aktuellen Ausgabe des „Journalistik Journals“. Ein dramatisches Zeitungssterben in NRW sieht unser Autor zwar nicht kommen. Umso besorgter weist er jedoch darauf hin, dass die Zahl der Ein-Zeitungs-Kreise, in denen der […]

31. März 2008

Fokus: Beruf: Journalist

Zum gegenwärtigen Stand der Journalismusforschung

Von Johannes Raabe

raabe.jpg Der Journalistenberuf bildet einen zentralen Bestandteil des Objektbereichs der Journalismusforschung. Wollte man das Verhältnis der Forschung zu diesem speziellen Gegenstand schön zeichnen, müsste man nur kurz und knapp – und völlig korrekt – herausstellen: Die empirische Journalismusforschung der jungen Publizistik- und Kommunikationswissenschaft startete in den 1950er Jahren mit Berufsstudien. Allein für die Zeit von 1945 bis 1990 hat Frank Böckelmann in seiner großen Forschungssynopse über 700 Studien aufgelistet, die sich mit dem Thema „Journalismus als Beruf“ beschäftigen. Und in jüngerer Zeit sind wieder verstärkt Untersuchungen zu beobachten, die sich mit Veränderungen des Journalistenberufs auseinandersetzen. Ein genauerer Blick auf die Entwicklung der Forschung aber zeigt, dass dieses Verhältnis längst nicht so unproblematisch ist, wie es zunächst den Anschein haben mag. Dafür gibt es mehrere Gründe.

31. März 2008

Schneller, vielfältiger, anspruchsvoller

Journalisten von morgen — wer sind sie, was machen sie?

Von Sylvia Egli von Matt

eglivonmatt.jpg Wer informiert uns morgen, wer macht in Zukunft unsere Medien? Sind es nach wie vor professionelle Journalisten? Übernehmen Blogger diese Rolle? Oder informieren wir uns – als so genannte Bürgerjournalisten – alle gegenseitig? Gespräche mit Chefredakteuren, Verlegern und Journalisten sowie Ausbildern in Europa und den USA lassen vermuten: Journalisten braucht es auch in Zukunft. Die journalis­tische Arbeit wird sich zwar verändern und neue Funktionen werden entstehen. Doch die Kernaufgaben – kritisches Denken, kreatives Erzählen, gutes Schreiben – bleiben zentral oder gewinnen sogar noch an Bedeutung.

31. März 2008

Bürgerreporter: Ergänzung mit vielfältigem Potenzial

Übernehmen Laien die Redaktionen?

Von Philomen Schönhagen

schonhagen.jpg Bürgerjournalismus ist derzeit in aller Munde. Manche sehen darin eine Revolution, andere eine Bedrohung oder gar einen Ersatz für den professionellen Journalismus. Doch worum genau handelt es sich? Und welche Erkenntnisse liegen vor, die über Spekulationen hinausgehen? Zu beachten ist, dass der Begriff „Bürgerjournalismus“ – auch Grassroots oder Civic journalism genannt – auf unterschiedliche Phänomene angewandt wird.

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