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28. September 2007

Keine Belege für die „Ghetto-These“

Aktuelle Studien zur Mediennutzung von Migranten

Von Heinz Bonfadelli

Aktuelle Studien zeigen, dass keine ausgeprägte „Ghettosituation“ besteht. Migranten werden von deutschen Medien gut erreicht, allerdings spielen mediatisierende Faktoren wie Deutschkenntnisse, Bildung und Aufenthaltsdauer eine wichtige Rolle. Migranten nutzen aber selbstverständlich auch heimatsprachliche Medien als Brücke zum Herkunftsland und zur Herkunftskultur. Generell gilt jedoch: Migranten sind keine homogene Gruppe, auch nicht in ihrem Medienverhalten.

28. September 2007

„Du bekommst bestimmt einen Job“

Journalisten können ihren Migrationshintergrund nutzen

Von Ferda Ataman

Jetzt wollen Sie von mir wissen, was bei mir anders läuft als bei meinen Kollegen ohne Migrationshintergrund. Ich muss Sie enttäuschen: Eigentlich gar nichts. Außer, dass die anderen bei ihren Zahnärzten niemals zu hören bekommen: „Sie sprechen aber gut Deutsch.“ Ich schon. Im Austausch für derartige Komplimente bekomme ich neuerdings einen „Migranten-Bonus“. Wohlgemerkt: neuerdings. In der Schule und im Studium war ich einfach Ferda Ataman. Das hat sich mit dem Eintritt ins Arbeitsleben geändert: Seitdem bin ich Ferda Ataman, die Türkin. Mein deutscher Pass ändert da nichts.

28. September 2007

Der lokale Rahmen bietet viele Chancen

Minderheitenberichterstattung in Dortmund und Denver

Von Anne Weibert

Es erinnert an die Frage nach der Henne und dem Ei: „Die abonnieren und lesen uns nicht – warum sollen wir ihnen also in der Berichterstattung besonderen Raum geben?“, stellt man einerseits bisweilen in lokalen deutschen Zeitungsredaktionen über Menschen mit – zum Beispiel türkischem – Migrationshintergrund fest. „Wir werden von den Journalisten kaum beachtet – warum also sollen wir deren Zeitung abonnieren?“, stellen andererseits ebenjene Menschen fest und bleiben dabei, sich für die Zeitungslektüre am Kiosk mit „Hürriyet“, „Milli Gazete“, „Milliyet“ oder anderem einzudecken.

15. April 2007

Web 0.2: Die Anfänge des Online-Journalismus

Wie der „Spiegel“ 1993 und 1994 ins Netz startete

Von Uly Foerster

Foto: Dave Johnston/flickr.com1993 und 1994 startete der „Spiegel“ ins Netz. Uly Foerster, Mitbegründer von „Spiegel Online“, blickt für das „Journalistik Journal“ keinesfalls wehmütig auf die Anfänge des Online-Journalismus und der Online-Werbung in Deutschland zurück. Und rückt ein paar Legenden zurecht.

1993. Die Handys sind groß wie Ziegel und wissen noch nicht, was eine SMS ist. Das Internet wuchert in einem Teil namens World Wide Web ungewohnt bunt vor sich hin, nur wenige Eingeweihte können es beobachten. Eine Suchmaschine wie Google, die durch die Stacheldrahtverhaue komplizierter URLs führen würde, existiert nicht. ISDN-Anschlüsse sind kaum verbreitet, von DSL ganz zu schweigen.

Wir befinden uns in der Steinzeit des Web, Modems mit der sagenhaften Datenübertragung von 9600 Baud (Signaländerungen, nicht Bit pro Sekunde) sind die ausgereiftesten Faustkeile, mit denen die Bewohner einer archaischen Multimediawelt auf die Jagd nach den Verheißungen des Informationszeitalters gehen können.

15. April 2007

Eine permanente Revolution

Zum Berufsfeld des Online-Journalisten

Von Lorenz Lorenz-Meyer

Foto: Hochschule DarmstadtIn den ersten zehn Jahren seiner Existenz litt der Online-Journalismus unter einer weit auseinander klaffenden Schere zwischen den glühenden Verheißungen, mit denen visionäre Medientheoretiker dieses neue Arbeitsfeld aus der Taufe hoben, und den erstickenden Beschränkungen, denen die Praktiker in der harten Wirklichkeit des Medienmarktes ausgesetzt waren.

15. April 2007

Das Internet als Drehscheibe

Crossmediales Arbeiten in der Newsdesk-Redaktion

Von Klaus Meier

Foto: David Sim/flickr.com„Missglückter Medikamententest – sechs Männer auf Intensivstation“ – die Meldung aus dem Nachrichten-Ticker elektrisiert die Redakteure am Newsdesk einer regionalen Tageszeitung. Vor ein paar Tagen haben sie noch eine Erfolgsstory über das Biotechnologie-Unternehmen in ihrer Stadt veröffentlicht. Nun ist ein neues Medikament dieses Unternehmens für das multiple Organversagen von Probanden verantwortlich.

15. April 2007

Kopfjäger im Internet oder publizistische Avantgarde?

Zu den Wechselwirkungen von Weblogs und Journalismus

Von Matthias Armborst

„The freedom of the press is limited to those who own one“, lautet ein in den USA berühmter Aphorismus des Journalisten A. J. Liebling. Seine Feststellung, nach der mediale Reichweite vom Einsatz beträchtlicher finanzieller Mittel abhängt, ist seit kurzem nicht mehr allgemeingültig: Mit der einsetzenden Verbreitung von Weblogs, die häufig – und fälschlicherweise – als „Internet-Tagebücher“ bezeichnet werden, hat der Zugang zur Medienöffentlichkeit seine Exklusivität verloren.

15. Oktober 2006

Es begann mit der Geburt der Massenpresse

Entwicklung und Wandel des Medienjournalismus

Von Dieter Roß

Wie alles hat auch der Medienjournalismus eine Geschichte. Zwar setzte sich die Bezeichnung erst in den 1960er Jahren durch – zu jener Zeit, als die Berichterstattung und die Kritik über die Medien­entwicklung angesichts des Siegeszugs zumal des Fernsehens zu einem Themen- und Problemfeld wurde, das die Aufmerksamkeit sowohl der schreibenden Journalisten als auch ihres Publikums auf sich zog. Fach-Pressedienste wurden erfolgreich, die Professionalisierung der Autoren begann, schließlich setzten sich eine spezielle Ressortbildung und separate Medienseiten langsam, aber stetig durch: Der „Medienjournalismus“ im Wortsinn war geboren. – Diese späte Geburt des Begriffs darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die publizistische und journalistische Beschäftigung mit technisierter Kommunikation mehr als ein Jahrhundert früher begann, als mit der gedruckten Presse das erste Massenmedium auf den Plan trat.

15. Oktober 2006

Die Kulturrevolution lässt weiter auf sich warten

Warum Selbstkritik bei vielen Medien kaum möglich ist

Von Stephan Weichert

„Kulturrevolution bei ‚Bild’“ – das vermeldete „Spiegel Online“ Mitte Juli, als Europas größte Tageszeitung öffentlich bekannt gab, ab sofort eine Korrekturspalte im Blatt zu führen. „‚Bild’ ist eine große und schnelle Zeitung“, ließ Chefredakteur und Herausgeber Kai Diekmann über eine Pressemitteilung des Axel Springer Verlagshauses ausrichten, „und wo Menschen arbeiten, passieren auch Fehler“. Die wolle man künftig schnell und unkompliziert in einer gesonderten Spalte berichtigen.

15. Oktober 2006

USA – Musterland des Medienjournalismus?

Ein Rundflug — und eine Spurensuche

Von Susanne Fengler

Wenn über die Defizite des deutschen Medienjournalismus geklagt wird, sind Beobachter rasch mit dem Vorbild USA bei der Hand: Spätestens seitdem führende amerikanische Medien einige Zeit nach Beginn der Irak-Invasion 2003 öffentlich eingestanden, der Kriegspropaganda des Weißen Hauses auf den Leim gegangen zu sein, gelten die Vereinigten Staaten auch bei uns als Musterland der Medienkritik. Was macht die USA zum Land der (beinahe) unbegrenzten Möglichkeiten in Sachen Medienjournalismus? Ein Rundflug – und eine Spurensuche.

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