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15. Oktober 2006

Rettung verpasst

Horst Pöttker über Erfolg und Untergang der eingestellten Fachzeitschrift „medium“. Ein Interview.

15. April 2006

Zwischen Leserinteresse und ökonomischem Kalkül

Über das besondere Umfeld des Zeitschriftenjournalismus

Von Tilo Treede und Edigna Menhard

Foto: Stefan SchwenkeGlitzer und Glamour, Fakten und Faszination, Information und Unterhaltung – das haben die meisten vor Augen, wenn sie an Zeitschriften denken. Die Welt der Zeitschriften übt auf fast jeden eine außergewöhnliche Faszination aus. Kein Wunder: Die verschiedensten Hefte buhlen mit schillernden Titelbildern und reißerischen Schlagzeilen um die Aufmerksamkeit der Leser. Es gibt kaum ein Themengebiet, dem sich nicht ein Heft ausführlich widmen würde.

15. April 2006

Streichen von Werbung als Sanktion für Kritik

Journalisten sollten Einflussnahmen offen legen

Von Steffen Kolb

Zeichnung: Heike BeckerVerlegern vom Kaliber eines Gerd Bucerius begegnet man in der Motorpresse eher selten. Der Gründer der Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ pochte einst standhaft auf die strikte Trennung zwischen Geschäft und Redaktion, selbst wenn große Konzerne wie der Autohersteller VW ihm die Anzeigen strichen.

15. April 2006

Propaganda für den gehobenen Geschmack

Wie die Nazis die Modeberichterstattung missbrauchten

Von Julia Bertschik

Nationalsozialistische Kriegspropaganda fand im Zweiten Weltkrieg nicht nur in Wochenschauen, Radiosendungen oder politischen Leitartikeln und Filmen statt. Sie findet sich selbst auf dem „Nebenkriegsschauplatz“ des Feuilletons und der Modeberichterstattung.

15. April 2006

Zwischen Boulevard und Verbraucherjournalismus

Zum Stellenwert von Mode im deutschen Fernsehen

Von Katinka Omir

Foto: 20th Century FoxMode ist ein nonverbales Statement. Sie sagt aus, wer wir sind oder sein wollen. Provoziert Sympathie, Antipathie oder Bewunderung. Auch wer sich unmodisch gibt, transportiert damit eine Aussage. Es ist also längst hinfällig, Mode nur als etwas unumgänglich Nützliches zu betrachten. Mode, das ist nach der Definition des Duden die „dem herrschenden Zeitgeschmack entsprechende oder ihn bestimmende Kleidung“. Sie ist damit ein Kulturgut, ein Spiegel unserer Zeit. In Deutschland werden im Jahr etwa 56 Milliarden Euro für Kleidung, also für Mode, ausgegeben. Um die 20 Modezeitschriften publizieren monatlich neue Trends und Szeneberichte. Da drängt sich die Frage auf, warum die Mode keinen exponierten Platz im Fernsehjournalismus findet.

15. Oktober 2005

Gegen die Ideologie vom „Begabungsberuf“

Zehn Thesen zur Perspektive der Journalistik

Von Horst Pöttker

Foto: Stefan SchwenkeThese 1: Journalismus ist aus dem Prozess der funktionalen Differenzierung hervorgegangen, der immer mehr Berufe und Institutionen entstehen lässt, die sich auf eine Aufgabe spezialisieren. Ärzte und Kliniken sind für das Heilen von Krankheiten da, Lehrer und Schulen für das Unterrichten von Kindern, Journalisten und Medien für das Überwinden räumlicher und sozialer Barrieren der gesellschaftlichen Kommunikation durch das Herstellen von Öffentlichkeit, um belastende Folgen der funktionalen Differenzierung (soziale Parzellierung, Borniertheit der Individuen) zu kompensieren. Charakteristisch für den Modernisierungsprozess ist das Streben aller Berufe und Institutionen, für das Handeln ihrer Mitglieder besondere Regeln herauszubilden und verbindlich zu machen. Das Autonomiestreben wie die funktionale Differenzierung selbst werden angetrieben vom Ziel der Effizienzsteigerung. Wenn sich die Angehörigen eines Berufs oder einer Institution von anderen Interessen ablenken ließen, wäre eine Vernachlässigung ihrer besonderen Aufgabe zu befürchten. Um die Aufgabe Öffentlichkeit optimal erfüllen zu können, brauchen Journalisten professionelle Unabhängigkeit.

15. Oktober 2005

Richard Wredes Schule — das ausgeschlagene Erbe

Wissenschaftliche Journalistenausbildung um 1900

Von Daniel Müller

Als illegitim und verwaist kann heute die erste Einrichtung zur hochschulgebundenen Journalistenausbildung in Deutschland gelten. 1899 wurde sie von Richard Wrede in Berlin gegründet wurde – mehrere Jahre, bevor Joseph Pulitzer das Geld für die Columbia School of Journalism stiftete. Trotz mancher wegweisenden Ansätze wird Wredes Erbmasse jedoch von den wissenschaftlichen Nachfahren in Dortmund und anderswo bisher ausgeschlagen.

15. Oktober 2005

Studium nach dem Krieg: Lernen mit alten Büchern

Vier Generationen prägten die Journalistenausbildung

Von Hans Bohrmann

Die langsame Entwicklung der kommunikationswissenschaftlichen Disziplinen begann an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, als die Presse (Zeitungen und Zeitschriften) hoch in Blüte standen, der Film bereits über die Jahrmarktattraktion hinaus zu wachsen suchte; später kamen Rundfunk und Fernsehen etc. hinzu.

15. Oktober 2005

Belebung in der rot-weiß-roten Wüste

Österreichs Sonderweg in der Journalistenausbildung

Von Andreas Aichinger

Foto: Heindl/Donau-Universität KremsÖsterreich ist ein kleines Land mit großen Besonderheiten im journalistischen und medialen Gefüge. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit seien nur der erstaunlich hohe Grad der Medienkonzentration, der allzu späte Start von terrestrisch empfangbaren TV-Alternativen zum öffentlich-rechtlichen ORF sowie der doch sehr überschaubare Arbeitsmarkt genannt. Und dann wäre da noch das Thema Journalistenausbildung, das sich doch deutlich anders darstellt als in Deutschland. Erstaunlich, aber wahr: Echte akademische Journalistenausbildung war in Österreich noch bis vor wenigen Jahren ein Fremdwort.

15. April 2005

Wie 1605 in Straßburg die moderne Zeitung entstand

„Unscheinbar und ohne jede journalistische Idee“

Von Johannes Weber

Die Geburt der modernen Zeitung vollzieht sich im Herbst 1605, und zwar an der politischen Peripherie des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, im elsässischen Straßburg. Für die Historiographie ist es ein besonderer Glücksfall, dass sich eine Geburtsurkunde erhalten hat, die den Akt in vollkommen unmissverständlicher Weise dokumentiert. Es handelt sich um eine „supplication“, eine Bittschrift also, die der junge Buchhändler, Zeitungsschreiber und Druckereiinhaber Johann Carolus an den Rat der Stadt richtet. Ziel seiner Eingabe ist es, die „Freyheit“ – also ein Privileg, und das heißt: ein örtliches Herstellungsmonopol – für ein neuartiges Produkt seiner Presse zu erhalten.

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