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Live aus dem Labor: Wissenschaftsjournalismus

15. April 2004

Zwischen Propaganda und Wirklichkeit

Historische Medizinfilme des Dritten Reiches

Von Heidrun Riehl-Halen

Ob TV-Serien wie „Holokaust“, Dokumenta-tionen über „Ärzte unterm Hakenkreuz“ oder aktuelle Berichte zum Jahrestag des „D-Day“ – fast täglich befassen sich Fernseh-sendungen mit dem Dritten Reich. Dabei wird der Zuschauer oft mit historischen Filmaufnahmen konfrontiert. Doch wie wirk-lich ist die Wirklichkeit in diesen Zeitdoku-menten des Nationalsozialismus? Was ist wahr und was bewusst inszeniert?

15. April 2004

Käselöcher und Solarenergie

Den Maus-Machern ist kein Thema zu kompliziert

Von Mirjam Stöckel und Jürgen Stricker

Foto: Jürgen StrickerEs ist schon eigenartig mit der „Sendung mit der Maus“: Sie gilt als vorbildlicher Wissenschaftsjournalismus für Kinder. Und dabei ist ihren Machern in erster Linie doch was ganz anderes wichtig: „Wir machen Unterhaltung“, sagt Redakteur Joachim Lachmuth, beim Westdeutschen Rundfunk (WDR) für die Sach-Beiträge in der Magazinsendung verantwortlich. „Wir versuchen, dabei etwas rüberzubringen – aber eben auf spielerische, unterhaltsame Weise. Es heißt nicht ohne Grund Sach-Geschichte.“ Bei der Maus-eigenen Art, Geschichten zu erzählen, passiert Wissenschaftsjournalismus oft von allein – ganz unabsichtlich, sozusagen.

15. April 2004

Die Kunst der Verführung

Reportage: Welcher Einstieg reizt zum Weiterlesen?

Von Dorothee Krings

Auf der sechsten Avenue läuft eine junge Frau im cremefarbenen Kostüm zur U-Bahn, spricht über den Verkehrslärm in ihr Handy. Ein Reportagebeginn aus der Süddeutschen Zeitung. Der Leser wird ohne Umschweife in eine Szene versetzt, folgt dem Autor direkt an den Ort des Geschehens. Glaubt man der Fachliteratur, ist ein solcher szenischer Einstieg die beste Variante, eine Reportage zu beginnen. Bei einer Befragung von 150 Probelesern, denen authentische Einstiegssätze zur Bewertung vorgelegt wurden, schneidet aber gerade dieser Satz besonders schlecht ab. Reizt nur wenig zum Weiterlesen, lautet das Urteil der Befragten.